Archiv der Kategorie 'User Interface Design'

Powerpoint Menü Usability

Intuitiv nicht klar: bedeutet das Hakerl, dass die Kommentare ausgeblendet sind oder dass man sie hier ausblenden kann – sie also momentan EINgeblendet sind?

Usability Powerpoint Menüeintrag

-> das alte Problem, wenn ein einziges Interaktionselement zur Anzeige eines Zustands UND zum aktiven Ändern des Zustands verwendet wird. Da das Element einen Zustand anzeigt UND eine Funktion darstellt ist es auch schwierig ein Wording dafür zu finden, denn für einen Zustand eignet sich ein Eigenschaftswort, für eine Funktion ein Zeitwort.

Informationsarchitektur beim Finanzamt (FinanzOnline):

Unter “DataBox”, “Admin”, “Extern” und “Info” werden sich die User
nichts vorstellen können.

finanzamt_klein
Eine so wichtige Info wie die Zahlungsübersicht der Einkommensteuer findet sich unter “Extern” -> ?.
Da wurde sicher nie ein Usability Test gemacht. Die DIN-Normen
verlangen ja auch nach Erwartungskonformität. In diesem User Interface wohl kaum gegeben.

Dynamic Queries

Manchmal dauert es lange, bis wissenschaftliche Erkenntnisse in der Praxis Anwendung finden.

Die “Dynamic Queries” von Ben Shneiderman aus dem Jahre 1993 z.B.:

es wurde zwar anhand von ein paar Beispielanwendungen demonstriert, wie es funktioniert, das Prinzip, dass man anhand von Slidern mit 2 Begrenzungs-Markern in einer Datenbank sucht, hat aber nie breite Anwendung gefunden.

Hier die Dynamic Queries am Beispiel des “HomeFinders”:

also eine Immobiliensuche mit Such-Slider und sofortiger Anzeige des Suchergebnisses in einer Karte

Und jetzt ist es endlich soweit: das Prinzip von Shneiderman wird jetzt – 15 Jahre später – am Web zur Immobilien-Suche angewendet:

Position von Buttons in Dialogboxen

An DIESER Stelle, nämlich rechts, unten würde man doch eigentlich einen Bestätigungsbutton (z.B. “Speichern”) erwarten. Hier ist es ein Button, um die Einstellungen rückzusetzen, also grade das Gegenteil. Ich habe auch grade versehentlich draufgedrückt :-) (aus: Textedit am Mac)buttonpositionindialogbox.jpg

Benutzeroberfläche ausschlaggebend für Verkauf (Forrester)

Laut einer Umfrage von Forrester Research zählt – wenig überraschend – die Benutzeroberfläche zu den ausschlaggebenden Faktoren für den Neukauf oder das Upgrade einer Geschäftssoftware.

Zum Artikel

Was ich so erlebe wird darunter aber meist nur eine Design-Behübschung verstanden.

In den wenigsten Fällen wird getestet, WIE benutzerfreundlich, d.h.

  • leicht erlernbar und wiedererlernbar,
  • effizient,
  • workfloworientiert etc.

eine Oberfläche wirklich ist. Mehr Info: So funktioniert bei uns (und bei den meisten Usability Engineers auf der Welt) ein Usability Test.

Mac OS

Grade ist mir wieder mal aufgefallen, dass ich im jetzigen Mac Betriebssystem (ich verwende 10.3.9) ein Feature vermisse, das es im “alten” Betriebssystem gab. Eigentlich ist es kein Feature, sondern eine User Interface Frage, und zwar, dass man mehrere Dokumente markiert und dann im Betriebssystem “Drucken” auswählen kann und die Doks werden gedruckt.

Komisch, dass das gestrichen wurde, ich habs oft gebraucht. Wenn ich jetzt mehrere Dokumente drucken will muss ich zuerst die Anwendungen öffnen und dann die Dateien und die dann einzeln drucken und dabei immer aufpassen, ob ich schon alles gedruckt und nichts vergessen hab .. Der User wird zum “anwendungsorientierten” Denken gezwungen. In Wirklichkeit ist mir doch völlig egal, welche Anwendung das Dokument öffnet und druckt, will garnicht darüber nachdenken, möchte einfach nur, dass es aus dem Drucker rauskommt. Wichtig ist mir, dass mein Workflow unterstützt wird.

Na, schaun wir mal, ob es im Leopard wieder da ist. Drei Tage noch. Norbert hat mir schon vorgeschwärmt von dem Video auf http://www.apple.com/macosx/guidedtour/medium.html. Sehr intelligentes Backup, wo man im Betriebssystem ganz einfach auf frühere Versionen einer Datei zurückgreifen kann, wenn man draufkommt, dass Etwas verlorengegangen ist. Man merkt einfach, dass dort Zeit ins User Interface Design investiert wird, damit nicht nur der “Look” gut ausschaut, sondern auch der “Feel” passt ..

Wir sind gespannt ..

Liste mit Checkboxes am Mac

Mir passiert es, dass ich eine Software lange Zeit nutze, ohne bestimmte Features zu bemerken. Z.B. diese Liste mit Checkboxes am Mac:

checkboxlistepattern.jpg
Ich hab mich schon öfter drüber geärgert, dass das Fenster recht klein ist, und wenn man Optionen ancheckt und dann scrollen muss verliert man leicht den Überblick.
Und das auf einem Mac .. das ist man eher nicht gewöhnt.
Und GESTERN bemerke ich zum ERSTEN MAL den kleinen Punkt unterhalb (rot eingerahmt) und dass man da dran ziehen kann. Siehe da, es macht das Fenster größer ..
Ich würde sagen, dass das Punkterl-Interaktionselement eventuell etwas ZU klein geraten ist.

Das Eierlegende-Wollmilchsau-Problem

Eben hat mich interessiert, ob ich es vielleicht wieder mal mit dem Office-Paket “Ragtime” probieren soll. Ich hatte das jahrelang in Verwendung (ist aber schon so 10 Jahre her). Damals gabs nur die Mac-Version. Die Software konnte schon ziemlich viel – von den Funktionen her genausoviel wie MS Office. War aber eines der ersten Softwarepakete, mit echtem “what-you-see-is-what-you-get”, d.h. dass beim Drucker ziemlich genau DAS rauskommt, was man am Bildschirm auch sieht.

Da hatte Word damals nichteinmal noch die Layout-Ansicht. Und das Schöne war die Usability. Einfach mit der Maus Rahmen am Papier verschieben. Das mach mal einer nach in Word – oh graus. In Powerpoint gehts besser, aber da kann ich halt keine langen Dokumente mit Seitenumbruch anlegen. Ragtime konnte sogar Serienbriefe und man hatte ein Rechenblatt (also ein Excel) in einem Rahmen am Papier, in dem man rechnen konnte und das man da reinkopieren konnte, ohne, dass Office abstürzt oder die Schrift von magischer Hand in ein völlig falsches Format umgewandelt wird.

Word hatte schon vor 15 Jahren, als ich meine Diss schrieb, ausreichend viele Funktionen: Inhaltsverzeichnis, Formatvorlagen, es war einfach alles da. Mir fällt keine Funktion ein, die seither dazugekommen wäre, die sie toll wäre, dass ich sie mir gemerkt hätte.

Was mir aber definitiv aufgefallen ist, ist, dass die Usability immer schlechter wird. Man müsste die Zeit erfassen können, die man beim Schreiben eines Berichts für das eigentliche Schreiben braucht und die Zeit, die man fürs Layouten braucht. Wäre sicher erschütternd.

Jetzt lese ich also wieder nach über Ragtime. Sie hatten zwischendurch eine Light-Version gehabt, die nicht alles konnte, aber billig war. Jetzt haben sie eine eierlegende Wollmilchsau, die alles kann, was der Mensch eh nicht braucht und teuer ist. Also wirds keiner kaufen.
Verdammt schade. Ich möchte lieber eine Textverarbeitung, die vielleicht nicht ALLES kann (ich bin ja kein Desktop Publisher oder Grafik-Profi), die aber ein wirklich gutes User Interface hat.


Usability und User Interface Design:

Interface Consult: www.usability.at


Usability-Background:
Usability-Infos



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