Lesen am Bildschirm: e-Book Reader

Apropos ausdrucken im Betriebssystem (ich hatte in meinem letzten Beitrag bemängelt, dass ich am Mac nicht mehr mehrere Dokumente aufeinmal im Betriebssystem drucken kann): User lesen längere Texte lieber ausgedruckt als am Bildschirm. Lesen ist am Bildschirm um 25% langsamer als in Print. Das kommt daher, dass ein Bildschirm immer schlechtere Auflösung hat als ein Blatt Papier. Serifen soll man am Bildschirm nicht verwenden, eben wegen der schlechten Auflösung, am Papier helfen sie aber dem Auge bei der Erkennung von Wörtern.
Zufällig lese ich im Telekom-Blog über den Sony eBook-Reader und die Frage, ob das das Todesurteil für den Buchhandel ist.
sony-ebook-reader.jpg

Ich kann mich dunkel erinnern, dass die Frage schon vor mehr als 10 Jahren ein Thema war, als die ersten e-Books herauskamen.
Ich habe meine Zweifel. ICH möchte kein Buch mit dem Reader lesen müssen. Ich kenne auch niemanden, der so ein Gerät verwendet.

Gerade hatten wir auch einen Usability Test einer Website, auf der weiterführende Informationen zu einem Thema u.a. zum Download angeboten wurden und ja – die Testpersonen sagten, sie möchten sich das gerne ausdrucken und es dann in Ruhe lesen – auf Papier und nicht am Bildschirm.

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3 Responses to “Lesen am Bildschirm: e-Book Reader”


  1. 1 Claus Wagner 6. November 2007 um 8:14 pm

    Der gute alte Reader als „Todesurteil“ für das Buch. Ich muss Ihnen Recht geben, schon vor 10 Jahren, als im Verlag tätig war, wurde diese Art des Buches als die Killerapplikation gehandelt. Und schon damals waren die Menschen eben Menschen und wollten die Bücher auf Papier haben, im Regal, auf dem Nachttisch, auf dem WC wo auch immer und nicht immer nur digital. Ich war damals auf einer Tagung mit einer Podiumsdiskussion, da wurde darüber geredet – ein ähnliches Thema – ob ePaper die Tageszeitungen oder Magazine ersetzen würden. Damals war jemand vom Spiegel beteiligt, der eindeutig sagte – wie gesagt vor 10 Jahren – dass dies nicht der Fall sein wird, denn gerade mit Papier könne man viel mehr anstellen als mit Bildschirmen – gerade wenn man auf dem WC gerne liest ;o)

  2. 2 T.Stütz 24. Dezember 2007 um 11:04 am

    Ich denke daß es für die eBooks schon Anwendungsmöglichkeiten gibt die sinnvoll und auch angenommen werden. Als Beispiel denke ich an die technischen/medizinischen Berufe die doch einige umfangreiche Nachschlagewerke benötigen, teilweise auch selbstgeschriebene Dokumentationen. Ein durchsuchbares Nachschlagewerk, eine Notizfunktion um z.B: einfach Falschinformationen zu korrigieren etc sind auf einem gut lesbaren eBook gut aufgehoben.

    Auch denke ich das die Tageszeitung als eBook ein guter Beitrag zum Umweltschutz darstellt, noch dazu da es im Internet Angebote gibt um sich seine „persönliche“ Zeitung zusammenstellen zu lassen (z.B:Fußball interressiert mich nicht die Bohne).

    Wo ich das gute alte Buch bevorzuge ist im Freizeit-Bereich, ein gutes Buch , ein warmes Bett und etwas Schokolade ist mit keinem elektronischem Begleiter möglich. Immer dann wenn die (eigene) Phantasie Flügel bekommt ist ein eBook nicht geeignet.

    Bücher werden (hoffentlich) noch lange Existent bleiben, mal egal ob auf Papier oder Plastik oder elektronisch.

    Dies ist meine persönliche Meinung.

  3. 3 Dominik Schuster 5. April 2009 um 7:29 pm

    Ich bin gar nicht so skeptisch, dass es nun beim zweiten Anlauf mit den Ebookreaders klappen könnte. Inzwischen sind die Geräte doch viel weiter als die klobigen Teile vor 10 Jahren. Und wenn mein Gerät Touchscreen und Notiz-Funktion mitbringt, könnte so ein Ebookreader für mich schon eine echte Alternative zum Buch werden, das ich mit mir rumschleppen muss.


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