Archive for the 'Eyetracking' Category

User Experience in Museen und Ausstellungen

Besucher als User von Museen, Ausstellungen, Zoos, Freizeitparks: Mittels Eyetracking ermitteln wir, was die Besucher wahrnehmen: Funktioniert das Leitsystem? Werden Beschilderung und Beschriftungen gesehen und gelesen? Welche Inhalte können vermittelt werden und wie zufrieden ist der Besucher letztlich mit dem Erlebten? Und wie kann die Qualität des Museums schließlich verbessert werden?

Hier ein Beispiel aus dem Schönbrunner Zoo in Wien: Wegen verwirrender Beschilderung findet unsere Testperson den Eingang in eines der Gebäude – die sog. „Orangerie“ nicht. Und er ist auch nicht der Einzige (wie man auch auf dem Video sieht)…

Neue Studie zu Google Adwords

Wie werden die AdWords auf Google wahrgenommen? Neue Studie zu Google Adwords: Die meiste Aufmerksamkeit erhalten Top Links und organische Google Suchergebnisse, nur 15% der Nutzer nehmen seitliche Adwords wahr.

addwords3

Eine aktuelle Studie der Interface Consult GmbH zeigt das Suchverhalten der Google-User und die Wirkung der Google-Suchergebnisse auf den Nutzer.

Die höchste Aufmerksamkeit bei den Suchergebnissen erhalten die sog. „organischen Links“, also die eigentlichen Google-Suchergebnisse. Der erste Suchtreffer wird in 95% der Suchanfragen betrachtet, der zweite in 85%, etc. Treffer acht und neun werden immerhin noch von jedem dritten Nutzer wahrgenommen.

Ein ähnlich gutes Ergebnis erzielen die Top-Links, allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Der erste Top-Link wird nur von 73% der Nutzer betrachtet, der zweite von 89%, der dritte von 93%. Offensichtlich werden Top-Links umso besser wahrgenommen, je näher sie an den eigentlichen Suchergebnissen liegen.

Im Vergleich dazu ist die Beachtung von Adwords eher dürftig. Nur 15% der Nutzer betrachten Adwords. Die meiste Aufmerksamkeit (20%) erhält die zweite Position, dicht gefolgt von Position eins und drei. Auch hier lässt sich über eine optische Nähe zu den Top-Treffern spekulieren.

Im Durchschnitt waren 76% der Klicks auf organische Suchtreffer gerichtet, nur 12% der Klicks galten Top-Links und lediglich magere 7% entfielen auf Adwords. 34% aller Klicks galten dem ersten organischen Link, nur noch 15% dem Zweiten. Ebenso aufschlussreich: Benutzer auf virtueller Shopping-Tour klicken eher auf bezahlte Links als jene, die eine Information suchen: Jeder vierte Klick einer Person mit Kaufabsicht erfolgt auf einen bezahlten Link, während bei Personen auf Informationssuche nur jeder zehnte Klick auf einen bezahlten Link erfolgt.

Mehr Informationen…

Nochmal Newsletter

Da hier laut Statistik immer wieder auf den Newsletter Award zugegriffen wird noch ein paar Tipps zum Thema.
Da betrachten wir mal sehr genau die rechte Seite des Bene-Newsletters:
benenewsletterrechts.jpg
Die Überschrift wird gelesen, der Rest scheint für die User nicht mehr interessant zu sein.
Warum das so ist, wir klarer, wenn man sich den Text genauer durchliest:

„neue Websites“ ist für User kein Reizbegriff, davon gibt es jeden Tag tausende.
„Stylepark“ – was ich nicht kenne, klicke ich nicht.
Im Absatz ist die Rede von „Produktdatenbank“, „redaktionell gesteuert“, „curators of design“ -> das ist für User unverständlicher Jargon
Und der Mini-Screenshot darunter hat für den User keinen Informationsgehalt.
Also ich habe keine Ahnung, worüber da gesprochen wird. Und wenn User keine Erwartungshaltung dazu haben, was ihnen ein Klick hier bringen könnte, dann klicken sie auch nicht.

Eine Heatmap des ganzen Newsletters:
heatmapnewsletter.jpg

Eyetracking-Methode neu

Er ist da!!! Unser lang erwarteter, neuer Eyetracker!

eyetrackermobil.jpg

eyetracker.jpg

Was da so interessant dran ist? Nun, der „alte“ war in den Monitor eingebaut. Hat zwar gut funktioniert, aber man war auf eine fixe Monitorgröße beschränkt.
Der „Neue“ ist unabhängig von einem Monitor, man kann ihn einstellen auf beliebige Bildschirmgrößen, Projektionen oder reale Objekte. Man kann damit also z.B. aufzeichnen, wo eine Versuchsperson in einer Zeitung oder einem Prospekt etc. hinsieht. Wir haben bisher auch schon Eyetracking-Studien für Print gemacht, die waren eingescannt und wurden am Bildschirm präsentiert. Mit dem „neuen“ kann man das Szenario realistischer gestalten. Oder z.B. Verpackungen testen, oder per Projektion Verpackungen in nachgestellten (projezierten) Supermarkt-Regalen etc.
regaltests.JPG

1. Österreichischer Newsletter Award (September 07) – die 2.

Lesen von Text und Bildern:
Interessanterweise erhalten die Bilder in diesem Newsletter von Hornbach kaum Fixationen.

Das muss aber nicht heissen, dass man keine Bilder verwenden soll. Die hier wirken professionell und machen das Layout ansprechend und übersichtlich.
– wenn die Email als HTML geöffnet wird. Ich persönlich lese Emails nicht als HTML, weil ich mir die Werbebanner ersparen will. Viele Newsletter kommen dann ziemlich durcheinander daher, fast unleserlich. Gibt es Studien dazu, wieviele User Emails als HTML lesen?

1. Österreichischer Newsletter Award (September 07)

Nachdem die Preisverleihung erfolgt ist, kann ja jetzt das Geheimnis gelüftet werden, wer den Preis gewonnen hat. Also, Nr. 1 war Bene, Nr. 2 war Hornbach und Nr. 3 Stiegl. Aus der Eyetracking-Untersuchung (20 Testpersonen) ein paar Erkenntnisse:

Zur LÄNGE: Dass Infos im oberen Bildschirmbereich mehr Aufmerksamkeit bekommen als weiter unten ist sicher nichts neues. Beim Stiegl-Newsletter sind die Überschriften oben auch nicht nach unten verlinkt. Der Newsletter „verhungert“ daher nach unten zu. Man bräuchte die untersten Beiträge garnicht schreiben:

newsletterusabilityeyetracking.jpg

Eyetracking

caritas_usability.jpg

Mich faszinierts ja immer wieder. (Manchmal bin ich sogar von meinen EIGENEN Augenaufzeichnungen überrascht.) Aus der Werbepsychologie weiß man, dass man Gesichter, die einen ansehen, quasi anschauen „muss“. Hier bekommt das Baby die erste Fixation.

und lesen „muss“ man auch (zumindest auszugsweise). Die Bundesländer-Reiter oben bekommen aber garkeine Aufmerksamkeit. Sind vielleicht für die User auch nicht wichtig.

firstfixation.jpg





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