Archiv für September 2007



Eyetracking Direct Mail

Wir haben natürlich auch schon Direct Mail Aussendungen auf deren Werbewirkung hin untersucht.

Das soll jetzt kein Vergleich mit dem Newsletter-Beispiel sein, sondern eine Betrachtung, wie Text gestaltet sein muss, damit er gelesen wird..

Das Bild zeigt Heat-Maps im zeitlichen Verlauf. Besonders viel Aufmerksamkeit bekommt wiederum eine Liste mit Aufzählungen in der Mitte. Da ähneln sich die Mechanismen am Web und am Papier: Fließtext wird kaum durchgelesen, aber Text und Links, Überschriften, Listen etc. ziehen das Auge an.

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Das Eierlegende-Wollmilchsau-Problem

Eben hat mich interessiert, ob ich es vielleicht wieder mal mit dem Office-Paket „Ragtime“ probieren soll. Ich hatte das jahrelang in Verwendung (ist aber schon so 10 Jahre her). Damals gabs nur die Mac-Version. Die Software konnte schon ziemlich viel – von den Funktionen her genausoviel wie MS Office. War aber eines der ersten Softwarepakete, mit echtem „what-you-see-is-what-you-get“, d.h. dass beim Drucker ziemlich genau DAS rauskommt, was man am Bildschirm auch sieht.

Da hatte Word damals nichteinmal noch die Layout-Ansicht. Und das Schöne war die Usability. Einfach mit der Maus Rahmen am Papier verschieben. Das mach mal einer nach in Word – oh graus. In Powerpoint gehts besser, aber da kann ich halt keine langen Dokumente mit Seitenumbruch anlegen. Ragtime konnte sogar Serienbriefe und man hatte ein Rechenblatt (also ein Excel) in einem Rahmen am Papier, in dem man rechnen konnte und das man da reinkopieren konnte, ohne, dass Office abstürzt oder die Schrift von magischer Hand in ein völlig falsches Format umgewandelt wird.

Word hatte schon vor 15 Jahren, als ich meine Diss schrieb, ausreichend viele Funktionen: Inhaltsverzeichnis, Formatvorlagen, es war einfach alles da. Mir fällt keine Funktion ein, die seither dazugekommen wäre, die sie toll wäre, dass ich sie mir gemerkt hätte.

Was mir aber definitiv aufgefallen ist, ist, dass die Usability immer schlechter wird. Man müsste die Zeit erfassen können, die man beim Schreiben eines Berichts für das eigentliche Schreiben braucht und die Zeit, die man fürs Layouten braucht. Wäre sicher erschütternd.

Jetzt lese ich also wieder nach über Ragtime. Sie hatten zwischendurch eine Light-Version gehabt, die nicht alles konnte, aber billig war. Jetzt haben sie eine eierlegende Wollmilchsau, die alles kann, was der Mensch eh nicht braucht und teuer ist. Also wirds keiner kaufen.
Verdammt schade. Ich möchte lieber eine Textverarbeitung, die vielleicht nicht ALLES kann (ich bin ja kein Desktop Publisher oder Grafik-Profi), die aber ein wirklich gutes User Interface hat.

1. Österreichischer Newsletter Award (September 07)

Nachdem die Preisverleihung erfolgt ist, kann ja jetzt das Geheimnis gelüftet werden, wer den Preis gewonnen hat. Also, Nr. 1 war Bene, Nr. 2 war Hornbach und Nr. 3 Stiegl. Aus der Eyetracking-Untersuchung (20 Testpersonen) ein paar Erkenntnisse:

Zur LÄNGE: Dass Infos im oberen Bildschirmbereich mehr Aufmerksamkeit bekommen als weiter unten ist sicher nichts neues. Beim Stiegl-Newsletter sind die Überschriften oben auch nicht nach unten verlinkt. Der Newsletter „verhungert“ daher nach unten zu. Man bräuchte die untersten Beiträge garnicht schreiben:

newsletterusabilityeyetracking.jpg

Online-Shopping Erfahrungen

Grade habe ich versucht, im Merkur Online Shop nachzuschaun, was da ein Produkt so kostet. Die Erfahrung, die ich dabei gemacht habe ist unbeschreiblich:

Ich konnte mich noch erinnern, dass uns die so einen dicken Katalog geschickt haben und dass da drin stand, dass man online bestellen KANN. Also suche ich die Seite vom Merkur. Finde sie auch, sie beschallt mich mit Merkur-Limbo-Musik (das kann in einem Großraumbüro ganz schön peinlich sein). Dann suche ich den Shop und verwunderlicherweise ist der auf der Merkur-Homepage nicht zu finden. Nichts. Ich suche also bei Google, lande wieder beim Merkur, wieder peinliche Musik. Dann suche ich weiter mit anderen Suchwörtern (online shop merkur wars glaub ich). und finde eine Domain merkurdirekt. Aha. vielleicht ist es das. Die Seite, die sich öffnet, hat zwar Merkur-Farben, aber nicht das Logo, ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich da richtig bin. Überhaupt ist die Seite völlig überladen mit Text. Es sieht danach aus, dass die meine Postleitzahl wissen wollen. Das sehe ich ein, aber ich will im Moment ja nur mal SCHAUN und tippe einen Produktnamen in die Suchfunktion ein. Kein Ergebnis – ich soll die Postleitzahl eingeben. Na gut, dann geb ich eben meine Postleitzahl ein. Eine Seite fängt an sich zu laden und ich lande in einer Endlosschleife, (Firefox am Mac) mit einer Fehlermeldung aus der ich weder mit „Abbrechen“ noch mit „OK“ wieder rauskomme:

merkurmarktfehlermeldung.jpg

und ich muss meinen Browser abschießen.

Beim Neustart versucht der wieder die Seite zu laden, und ich kann mich noch rausretten, indem ich das Tab schließe.

Huff. Aber ich bin vermutlich nicht die Einzige, die solche Erfahrungen beim Online-Shopping macht, oder?

Fehlermeldungen

(Fast) ohne Kommentar: Eigentlich hätte ich mir ein Suchergebnis erwartet. Die Fehlermeldung kann aber auch einiges, besonders das „unix timestamp“ 🙂

http://www.mamilade.at/

fehlermeldungen11.jpg

World Usability Day

Am 8.11. 2007 ist World Usability Day: Mottostreichholz-usability.jpg “Making life easy!”

Newsletter Test

Als Jury-Mitglied beim ersten österreichischen Newsletter-Award testen wir grade Newsletter. Newsletter sind heikler als Websites, weil der User ja zwangsbeglückt wird und die Gefahr besteht, dass er den Newsletter gleich als Spam klassifiziert und löscht. Bei einer Website ist der User ja selbst aktiv geworden und hat ein bestimmtes Ziel oder Thema vor Augen. Der Newsletter dagegen muss den User aktiv auf ein Thema hinführen. Daher ist es beim Newsletter noch wichtiger, dass sich der User möglichst schnell orientieren kann. Mehr dazu in Kürze.





Usability-Background:
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